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Hohes Tor

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Objektbeschreibung

Staromiejska 1

Das massive gotische Bauwerk, das über den Bürgerhäusern der Altstadt  hochragt, ist eines der markantesten Denkmäler von Olsztyn. Das Hohe Tor ist der prächtigste Teil der einstigen mittelalterlichen Festungsmauer der Stadt und das einzige erhaltene Tor von ursprünglich drei Stadttoren, die zusammen Bestandteil der Schutzmauer waren (die übrigen zwei waren das Untere Tor und das Mühlentor).

Früher nannte man es das Obere Tor, der jetzige Name stammt aus dem 19. Jh. Heute können die Innenräume des Torgebäudes von jedem gemietet werden, denn es ist ein Hotel.
Der Bau wurde gegen Ende des 14. Jh. errichtet und stand im Zusammenhang mit der 1378 begonnenen Erweiterung der Stadtgrenzen und der teilweisen Verschiebung der Stadtmauern. Über den Wassergraben, der die Stadt umgab, führte eine Holzbrücke zu dem Tor. Der Eingang zur Stadt wurde durch eine solide Torklappe und ein Fallgitter verschlossen. Die ursprüngliche Festungs- und Beobachtungsfunktion des Bauwerks blieb drei Jahrhunderte lang bestehen. Es wurde dort auch eine Zolldienst-Kontrollstelle für Stadtankömmlinge eingerichtet.
Das Hohe Tor wurde mehrmals renoviert und erneuert. Nach einem weiteren Umbau im Jahre 1788 wurde hier der Waffenlager der Dragonerschwadron untergebracht. Im 19. Jh. wurde es wieder mehrmals umfunktioniert, als die Festungsmauer der Stadt größtenteils zerstört und abgebaut wurde. Vor einem ähnlichen Schicksal rettete das Gebäude der preußische Denkmalschutzminister Ferdinand von Quast. Während der 1858 von ihm durchgeführten Renovierungsarbeiten wurde die Bekrönung umgestaltet, indem man Pinakelgiebel mit spitzbogigen Blenden hinzufügte. Dann hat man das Bauwerk zu einem Gefängnis umfunktioniert und 1880 mit dem daneben errichteten Gebäude der U-Haft durch ein Treppenhaus verbunden. Im Jahre 1895 wurde dort ein Durchgang für Fußgänger angelegt.
Der berühmteste Insasse des hiesigen Gefängnisses war Wojciech Kętrzyński (1838-1918), ein polnischer Aktivist, dem Waffenschmuggel für die Kämpfer des Januar-Aufstands vorgeworfen wurde. Im Jahr 1863 hat er fünf Tage in der Zelle eingesessen, was man an der Gedenktafel an der Außenwand des Nebenbaus nachlesen kann.
In den Folgejahren residierten in dem Gebäude die Feuerwehr, die Polizei und das Meldeamt. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden dort Wohnungen eingerichtet. Nach 1945 wurde es der Polnischen Gesellschaft für Tourismus und Heimatkunde (pl. PTTK) übergeben. Das Bauwerk wurde 2003 renoviert - inklusive einer teilweisen Mauerrekonstruktion, wo die Gedenktafel zum 650. Gründungsjubiläums der Stadt befestigt wurde.
Der rote Ziegelbau hat die Form eines Quadrats (9,5 x 9,8 m). Dessen vier vollständig ausgebaute Stockwerke sind im Giebelbereich mit einem kleineren fünften abgeschlossen. Die Torhöhe beträgt 23 m, die Höhe der einstigen gotischen Mauern dagegen ca. 18,6 m. Das Tor und dessen Seitenbau wurden mit einem Satteldach abgedeckt.
In der Unterführung wurde das Holzgitter rekonstruiert und in der darüber befindlichen Blende an der Altstadtseite ein Mosaik der Muttergottes - Friedenskönigin angebracht. Das Mosaik ist ein Geschenk vom Johannes Paul II, was in einer Erinnerungsinschrift neben dem Bronzekopf des Papstes verewigt wurde.
Gegenwärtig werden auf dem Platz vor dem Hohen Tor Ausgrabungen geführt. Während der Grabungsarbeiten wurden bereits Teile der einstigen Festung entdeckt, die sicherlich eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt bedeuten werden.

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